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Chaostag
15. Mai 2002

Gestartet sind wir mit ein paar Stunden Verspätung, da unser Bus nach endgültiger Beladung meinte, er müsse in den Streik treten. Da stand unser Benz und gab quasi keinen Laut mehr von sich. Ein eiligst zu Hilfe gerufener Nachbar, als Schrauber geboren und als Brummifahrer reinkarniert, meinte dann, es wäre die Dieselpumpe.so ein Sch.....!

Panik kam auf, was machen? 
Auf einem Samstag Nachmittag war da natürlich nix mehr mit Ersatzteilbeschaffung... Die Abreise verschieben auf Montag? 
Das kam nicht in Frage, unser Sohnmann war ja schon den ganzen Tag am Quengeln, wann es denn endlich losgeht. 
Also 100 mal den allerletzten Versuch starten, die Kiste mit gutem Zureden und fleißigem Pumpen zum Laufen zu bringen...und siehe da...unser Womo war uns irgendwann dann doch gnädig und fing an zu laufen. 

Der wurde dann natürlich nicht mehr ausgestellt...ha, und dann kam zur Verabschiedung noch die klitzekleine Bemerkung unseres Nachbarn, dass unser Benz ja wohl etwas überbeladen wäre. 
Ööööhhmmm...haben wir gaaaar nicht bemerkt! 

Also wieder beratschlagen, was zu tun ist,denn das Gepäck von Schwiegervattern war noch gar nicht drin.
Gepäck abspecken?  Iss nich...von wegen Hausfrau braucht alles !! 
Fahrräder und Träger runter?  Nö, wer holt denn schon zu Fuß die Brötchen !! 
Wasservorräte reduzieren?  Reicht alleine nicht aus !! 

Dann hat mein Mann ganz brutal zur Stichsäge gegriffen und unser mühsam eingebautes Hochbett mit Lattenrost schlichtweg zersäbelt. Schnell noch fegen und saugen und dann gings mit fleißigem WinkeWinke der gesamten Nachbarschaft endlich auf die große Reise. 

Und los ging´s,7 Wochen herrliche Ferien und Abenteuer lagen vor uns... Naja...fast!
Unser erster Zwischenstop war ein paar Straßen weiter, Murats Vater und seinen superschweren Koffer abholen.Meine Schwägerin hat uns für die Reise noch jede Menge Börek gemacht,einen ganzen Eimer voll!!
Also Verhungern auf der Reise schied endgültig aus.

Unsere erste Wahnsinnsetappe war Gütersloh-Paderborn...
Wir hatten soviel Verspätung,dass wir erst um 23.00 losfahren konnten. 
Unserem Sohn haben wir gleich unten das Bett fertig gemacht und ihn in seinen Schlafanzug gesteckt.
Zu dem Zeitpunkt war ich schon so k.o., dass ich es dann nur noch auf einen Parkplatz an der A33 geschafft habe.

Abfahrt Deniz und Opa

Sie kennen das ja bestimmt auch:
Massig Stress die Tage vor der Abreise und die letzte Nacht eh kein Auge zugedrückt wegen der Aufregung.
Naja...Hauptsache,wir waren unterwegs und mein Sohn hatte seinen Kopf durchgesetzt!
Wo bleibt da die Autorität der Eltern!!

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