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Endlich in der Türkei

Kaum über die Grenze,hielt ich sofort Ausschau nach den kleinen Jungs mit den riesigen Tabletts auf dem Kopf.
Ein Gevrek (Sesamkringel) hatte ich mir nach der langen Reise nun wahrlich verdient.

Von Edirne aus gings dann über Landstraße Richtung Eceabat, wir mussten uns ein bischen ranhalten, da uns gesagt worden war, dass die letzte Fähre nach Cannakale nachts um Eins geht.

Und dann kam endlich der erste heißersehnte Blick aufs Meer, die Sonne schien und es stellte sich so langsam mal das Gefühl ein, dass wir im Urlaub sind.

Türkei NordÄgäis

In Eceabat angekommen, ist es eigentlich sehr leicht, den Ableger für die Fähre zu finden...das ist super ausgeschildert.
Eine Fähre fuhr uns allerdings direkt vor der Nase weg...das macht aber nix, die Stunde Wartezeit haben Deniz und ich damit verbracht, die Katzen am Hafen mit unseren letzten Frikadellen zu füttern.

Dann wurde es allerdings wieder etwas abenteuerlich, das Wohnmobil über die kleine Rampe auf die Fähre zu bekommen.Murat war mit den Hinterreifen direkt in diese dusseligen kleinen Rinne zwischen Kai und Rampe gekommen und kam nicht mehr raus
...das stank ordentlich nach verkokeltem Reifenbelag.
Naja...dann setzte sich mein Schwiegervater ans Steuer,es wurde halt richtig Anlauf genommen und das Wohnmobil flog förmlich über die Rampe...ich dachte schon,jetzt kippt es um. Die Lebensmittel und Klamotten anschließend wieder in die Schränke zu räumen war ne Kleinigkeit.

Türkei Cannakkale Fähre

Übernachtet haben wir dann wieder an einer Tankstelle, in der Nähe von Troja.
Mein Kreislauf-Kollaps in Bulgarien war mir eine Lehre,nicht mehr zu lange am Stück zu fahren.

Mein Schwiegervater hat sich gleich davongemacht, um mit dem Tankwart Tee zu trinken...an uns wars dann, wieder die Betten zu bauen.
Murat wollte dann auch zum Teetrinken, aber zwischen unserem Stellplatz und dem Gebäude waren ca 100 Meter zu überwinden...normalerweise ja eine Kleinigkeit,aber nicht im Dunkeln mit nem freilaufenden, bellenden großen Hund.
Deniz schlief schon, aber ich war hellwach, denn Murat sah sein letztes Stündlein kommen. Der Hund schien nur auf ihn zu warten...ich hab mich kaputtgelacht,denn mein Mann hatte echt die Hosen gestrichen voll.
Schließlich hat er allen Mut zusammengenommen (das Döschen Pfefferspray fest in der Hand) und ist losmarschiert, ich habs durch die Fensterscheibe genießen dürfen...
Ums kurz zu machen...mein Mann lebt noch und es ist auch noch alles an ihm dran.

Morgens im Sonnenlicht sah gleich alles weniger dramatisch aus, der Tankwart machte für uns zum Frühstück Tee,Deniz und ich schlossen Freundschaft mit der wilden Bestie Osman...übrigens ein superlieber Collie-und-vieles-mehr-Mischling,der einfach nur beschmust werden wollte.

Anschließend gings dann auf die letzte Etappe Richtung Izmir...

Um Abkühlung heischend wurde am Straßenrand,in der Nähe von Ayvalik,eine Rast direkt am Strand eingelegt,doch nach kurzer Temperaturfühlung mit dem großen Zeh habe ich von einem Bad im Meer Abstand genommen...bibber. 

Ayvalik Strand

Izmir..wir kommen!!

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