Köycegiz-See
und Dalyan
Tja...irgendwann
muss man mal weiter fahren,auch wenns noch so schön ist.
Wir
haben uns dann via Dalaman auf den Weg Richtung Köycegiz-See gemacht,die
Strecke war dann endlich mal Richtig angenehm zu fahren.Die Bundesstrasse
war umrahmt mit Feldern und Treibhäusern,eine fast ebene Fläche...das
hatten wir schon lange nicht mehr,eine wirklich willkommene Abwechslung
nach soviel Berg- und Talfahrt.
Der
See liegt strahlendblau in der Ebene, wir haben dort Mittagspause gemacht
und die Zeit für ein paar Schnappschüsse am See genutzt.
Leider
ist es dort am See sehr windig und das Wasser am Kai sehr tief.Also für
Kinder nicht sehr zu empfehlen.
Die
Füße ins Wasser zu halten,war leider nicht möglich.
In
einem kleinen Restaurant direkt am Kai haben wir dann gefrühstückt
und beschlossen,uns einen Campingplatz zu suchen.
Ein
Wohnmobil aus Deutschland ist kurz vor uns aus Katranci abgefahren...in
den kleinen Gassen von Köycegiz war es auf einmal wieder direkt vor
uns:-)
Wir
hatten uns im Restaurant schon nach dem Campingplatz im Ort erkundigt und
nach kurzer Absprache folgte uns dann das andere Wohnmobil...doch an der
Einfahrt vom Campingplatz waren Murat und ich uns sofort einig,diese Stelle
nicht zum Übernachten zu nutzen.
Ein
kurzes Hupen zum Abschied und weg waren wir.
Schnell
mal im Tourenführer geblättert,beschlossen wir,um den See herum
nach Dalyan zu fahren.
Die
Straße nach Dalyan führt durch winzige Dörfer,durch Schilflandschaften
und Mandarinenplantagen um dann wieder mal in Berge überzugehen.
Leider
ist die Route sehr mickrig ausgeschildert,wir haben uns auch ein bisserl
verfahren und durften mal an so einer richtig engen Stelle wenden.Bis auf
einen Trecker ist uns nicht ein Auto auf der Strecke begegnet.
Irgendwann
ging nur noch eine Schotterpiste Richtung See,die sich dann auch noch als
Sackgasse an einem Anlegesteg für kleine Holzboote entpuppte.
Dort
trafen wir auf einen geschäftstüchtigen Bootsbesitzer,der uns
anbot,am nächsten Morgen wieder vorbeizukommen um uns mit dem Boot
zu den berühmten Schildkröten von Dalyan zu fahren.In den Gesprächen
stellte sich raus,dass wir von der falschen Seite nach Dalyan gefahren
waren...sprich...die ganze Strecke eigentlich wieder zurückfahren
mussten.
Über
einen Acker konnte man aber zu Fuß zu dem Schlammbad von Sultanhaniye
gelangen also haben wir unsere Badesachen gepackt und uns zu Fuß
auf den Weg gemacht.
Prompt
hatte uns der Pauschaltourismus wieder am Wickel, denn zu diesem Bad werden
mit Holzbooten massenweise die Touris aus der Umgebung gekarrt.Zum Glück
war schon später Nachmittag und es war nicht mehr ganz so voll.
Ein
paar kleine Schildkröten und sogar eine Wasserschlange konnten wir
im Schilf vor dem Bad dösen sehen.
Der
Eintritt ins Bad war nicht sehr teuer,der Rest ist allerdings Kommerz pur!
Es
kamen solch nette Gerüche vom Schlamm zu uns herübergeweht,dass
mein Mann gleich zum Spielverderber wurde und sich weigerte,in die graue
Pampe zu steigen. Bei meinem Sohn musste ich auch viel Überredungskunst
anwenden um ihn überhaupt ins Becken zu kriegen.
Naja..ekelig
wars schon...der strenge Geruch,der dicke Schlamm direkt unter den Füßen!
Das fühlte sich an wie....na,ich sags lieber nicht :-)
Normalerweise
soll man sich dick mit dem Schlamm einreiben und sich dann in der Sonne
trockenen lassen,aber da es schon ziemlich spät war und dementsprechend
nicht mehr so warm war,mussten wir gleich unter die Dusche gehen...bibber.
Ich
war jedoch angenehm überrascht,wie seidenweich sich die Haut anschließend
anfühlte.
Wir
haben anschließend beschlossen,Dalyan und die Schildkröten sausen
zu lassen und direkt weiter Richtung Marmaris zu fahren.
Übernachten
wollten wir hier in der Ecke nicht,denn wir waren schon ziemlich angenervt,dass
wir die ganze Strecke wieder zurückfahren mussten.
Also
gings wieder durch Berge und Dörfer...passt bloß auf,dass Euer
Tank gut gefüllt ist,auf der Strecke war weit und breit keine Tankstelle!
Wir
hatten auch schon Panik,dass wir mitten in der Wildnis ohne Sprit stehen
bleiben werden.
<
Zurück Weiter
>