Kultur-Tag
in Didim und Priene
Wieder
mal hatten wir das Pech,am späten Abend in Altinkum nach einer Übernachtungsmöglichkeit
suchen zu müssen.
Vorher
hatten wir uns in dem Ort einen Parkplatz in der Stadt gesucht,da dringenst
seine Handy-Karte aufladen musste.Ich hab mir dann gleich ma eine Sitzung
beim Friseur gegönnt.Hairstyling und Pediküre waren nach unseren
Zigeuner-Wochen dringenst nötig.
Und
frisch gestylt bin ich mit meinen zwei Männern erstmal durch die Touristen-Zone
gebummelt,aber wir konnten uns wieder nicht mit dem Trubel dort anfreunden,der
Campingplatz in der Hotelzone war unter aller Sau,so dass wir uns genötigt
sahen,wieder ins Auto zu steigen und es etwas weiter ausserhalb zu versuchen.Um
es zu vereinfachen,fragte mein Mann diesesmal einen Soldaten auf Patroullie
nach einem Campingplatz,der uns dann den staatlichen Platz am Stadtrand
von Altinkum empfahl.
Als
wir uns mal wieder im Dunkeln den Stellplatz gesucht hatten,Strom konnten
wir nachts leider nicht anschließen,besuchten uns die Soldaten auf
dem Campingplatz und unterhielten sich eine Weile im Zappendusteren mit
uns.
Lütfü,einer
der Soldaten,wollte sich dann am nächsten Tag frei nehmen um uns ein
bischen die Gegend zu zeigen.
Also
sind wir am nächsten Morgen losgetuckert,um die Gendarmerie von Altinkum
zu suchen.Als wir sie endlich mal fanden,wurden wir schon erwartet.
Wir
stellten den Benz vor dem Tor ab und durften auf der Terasse hinter dem
Gebäude auf Lütfü warten.Dabei stellte sich heraus,dass
der Lütfü ein hoher Offizier war.Wir wurden mit Essen,Getränken
und Tee versorgt und Deniz durfte auf dem Gelände mit einem Soldaten
Fußball spielen.Da dort Fotografieren nicht erlaubt war,hab ich mich
einfach im Wohnmobil hinterm Vorhang postiert und ein paar Fotos von Deniz
beim Fußballspielen geschossen.
Deniz
bekam dann sogar noch ein echtes Soldatencappy und eine Trillerpfeife geschenkt.
Nach
einem kurzen Rundgang am Strand machten wir und dann mit Lütfü
in unserem Benz auf den Weg nach Didim.
In
Didim haben wir die alte Orakelstätte besucht,es war tierisch heiß
und wir wanderten da zwischen den Säulen rum.Sicher ist dieser Ort
sehr eindrucksvoll und einiges ist wirklich total gut erhalten,aber bei
der Mittagshitze waren wir doch froh,als wir endlich wieder im Womo waren.Lütfü
wollte noch jemand anders in Didim besuchen,also setzten wir ihn in einem
Wohngebiet ab und fuhren weiter Richtung Kusadasi.
Auf
dem Weg dahin lag leider noch Priene.Eigentlich war geplant,sich auch diese
Antike Stätte anzuschauen,aber nach der Schwitzerei in Didim war ich
da nicht mehr sonderlich scharf drauf.Letztendlich hat Deniz sich durchgesetzt
und wir sind auch noch durch diese Ruinen durchgedackelt.Wenn ich gewußt
hätte,dass Priene nur über Endlos-Treppen zu erreichen ist,wär
ich im Wohnmobil geblieben!
Gelohnt
hat sich die Kraxelei aber allemal,die Aussicht war einfach bombastisch
und die Säulen auch wieder sehr eindrucksvoll.
Und
zum Trost ging der Rückweg ja auch bergab.
Dann
gings aber ohne weitere Zwischenstops direkt an Kusadasi vorbei nach Selcuk.
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