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Rückreise über Griechenland

Witzigerweise rief uns kurz vor der Grenze mein Schwiegervater an und teilte uns mit,dass die Dame aus dem Fähr-Büro angerufen hätte und die Fähre wie geplant ablegen würde....haha..leider zu spät!

Der türkische Grenzübergang war wegen Ferienbeginn in Deutschland total überfüllt,so dass Ausreisende über Nacht eigentlich nicht mehr die Grenze passieren sollten,da im Grenzbereich alles total überfüllt mit Fahrzeugen mit deutschen Kennzeichen war.
Die Autos vor uns waren schon an den Straßenrand gefahren und stellten sich auf eine unfreiwillige Übernachtung vor dem Grenzübergang ein.
Komischerweise ließen sie unseren Benz aber dann doch in den Grenzbereich...
und dort herrschte Chaos pur!

Kein Parkplatz mehr zu finden,überall Menschen..obendrein war die Computer-Anlage der Grenzer ausgefallen und so wurde verlangt,dass wirklich jeder mit seinem Pass am Schalter zu erscheinen hatte.Das hieß,auch Kinder mussten geweckt werden,um dort mittel Pass identifiziert zu werden.
Und das Nachts um Eins!

Mit viel Stress und Generve haben wir auch diese Tortur gemeistert und durften uns anschließend der vollen Aufmerksamkeit der griechischen Grenzer gewiss sein,da wir ja die einzigen waren,die in dieser Nacht aus der Türkei ausreisen durften.

Während ich mich und Deniz vor den Heerscharen türkischer und griechischer Mücken zu schützen versuchte...Ipsala liegt in einem Sumpf-Gebiet...
durfte Murat die griechischen Grenzer mit jedem Einrichtunggegenstand unseres Wohnmobils vertraut machen.

Übernachtet haben wir dann in einer ruhigen Seitenstraße in einem Wohngebiet in Alexandropoulus.Ein griechischer Polizist hatte uns den Tip gegeben.

Morgens ging es direkt weiter Richtung Thessaloniki...nur einen klitzkleinen Badeaufenthalt in einem der kleinen Dörfer in Autobahn-Nähe haben wir uns gegönnt.

Auf der Fahrt nach Thessaloniki sind uns immer wieder die megebreiten Sandstrände aufgefallen,so dass wir für eine unserer nächsten Touren auch mal einen Bade-Urlaub in Griechenland einplanen werden.

Thessaloniki ist ein Moloch und ich war froh,als wir die Stadt und das Verkehrchaos dort hinter uns lassen konnten.
Dass die Griechen noch einen schlimmeren Fahrstil haben als die Türken,machte mich echt fassungslos. Nach einigen rasanten Überholmanövern dieser Möchtegern-Schumis musste ich erstmals eine Pause einlegen,um meinen Adrenalinspiegel wieder auf einen normalen Level zu bekommen.
Die Griechen sind Profis im Schneiden und Abdrängen beim Überholen,also immer schön den Seitenspiegel im Auge behalten.

An einer Tankstelle in den Bergen musste dank einem riesigen Hundebaby die Hosentsche von Murat dran glauben.Der Kleine hatte Zähne wie ein Haifisch.

In Kozani haben wir dann mal eine Nacht in einem Hotel übernachtet,weil ich total erschöpft von der Fahrerei war.
Am nächsten Morgen dann gleich die nächste böse Überraschung,unser Auspufftopf hatte sich gelöst und hing nur noch am Gummi.

Nun hieß es also,in den engen Straßen dieser Stadt eine Werkstatt mit Grube zu finden.
Zum Glück schickte uns ein Besitzer von einem Autoplatz einen Lehrling mit,der uns kreutz und quer durch die Stadt manövrierte,um eben solch eine Werkstatt zu finden. Glück gehabt,ausserhalb von Kozani wurden wir endlich fündig und für 5 Euro schweißte uns der Mechaniker den Auspuff und gleich noch ein paar andere schwache Stellen.
 

Griechenland Rückfahrt über Kozani
Anschließend durften wir uns wieder mit dem Benz durch die Berge Griechenlands quälen, mit 48KW natürlich total untermotorisiert für diese Steigungen.Manchmal war nicht mehr wie Tempo 30 im 2. Gang drin. Zum Glück waren wenig Autos unterwegs,die uns angesichts unseres Tempos sogar in den Kurven immer wieder waghalsig überholten.

Als wir Pause bei einer Lokanta machten,überfiel uns als Krönung noch ein wahrer Sturm mit heftigsten Regenfällen.Die Straßen wurden überflutet,teilweise war die Straße ein Stück weggebrochen und immer wieder mussten wir bei unserer Fahrt Steinen und Ästen auf der Straße ausweichen.

Den absoluten Höhepunkt der Fahrt hatten wir,als uns ein LKW überholte und ca 4 Kurven weiter ein entgegenkommender PKW frontal in den Brummi reinraste. Die Achse des PKW klebte an dem LKW, die Front des Wagens war total zerstört, eine Frau lag schwer verletzt im strömenden Regen auf der Straße. Also habe ich schnell unserern Verbandskasten aus dem Benz geholt und Erste Hilfe geleistet,während Murat die Unfallstelle mit unserem Warndreieck vor der Kurvenbiegung absicherte. Ein Taxi, das den Berg hochraste, landete bei seinem Bremsmanöver dann auch noch in den Büschen.

Hätte Murat das Warndreieck nicht aufgestellt.......?!
Andererseits,hätte der LKW uns nicht überholt....?!

Total durchnässt sind wir wieder zurück ins Womo, wo Deniz natürlich total aufgeregt auf uns wartete.
Während wir unsere Kleidung wechselten, packten die Griechen die schwer verletzte Frau in ein anderes Fahrzeug und düsten ab Richtung Zivilisation.
Auf einen Krankenwagen zu warten, macht dort in den Bergen wohl auch wenig Sinn.

Die weitere Fahrt verlief dann ohne Zwischenfälle!
 

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