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Reisebericht
Türkei,Datca,Bucht von Körmen
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Körmen und Knidos

Der Hafen von Körmen ist eigentlich nur ein Anlegesteg und als wir ankamen,war auch von einer Fähre oder einem Fahrplan nix zu sehen.
Menschen schien es dort auch nicht zu geben.
Machte aber nix...wir quälten uns entsprechend der Beschilderung durch einen schmalen Weg und um eine enge Rechtskurve,um zu dem Campingplatz Körmen zu gelangen.

In Körmen ist es sehr windig,ein Badestrand ist nicht vorhanden,am Wasser läuft eine kleine staubige Schotterpiste entlang,die wir auch benutzen mussten,um zum Campingplatz zu fahren. Die Einfahrt zum Platz ist hinter einen kleinen Brücke. 
Ich weiß nicht,welches Gewicht die normal tragen kann...wir haben es mit unserem Benz gewagt und die Brücke hat gehalten.
Für richtig große Womos ist der Platz nicht geeignet,niedrige Äste,die besagte Brücke und sehr enge Verhältnisse.

Die Eigentümer,ein sehr nettes türkische Ehepaar,ließen uns dort übernachten,obwohl die Saison noch nicht eröffnet war.
Das Restaurant war zum Meer hin mit Plexiglas-Scheiben gebaut,die man drehen konnte um auf die Schotterpiste zu gelangen.
Eigentlich erinnerte das Restaurant mehr an eine Bodega...
Sandboden,sehr rustikal eingerichtet,ein halbiertes Fischerboot als Begrenzung zum Thekenbereich und ein Sammelsurium von merkwürdig anmutenden künstlerischen Gebilden.
Das faszinierndste Objekt war ein Katzenskelett,das Ahmet Bey in Knidos ausgegraben hat...es hing direkt über der Theke.
Neben zwei Hunden und einer Katze waren dann noch einige Gänse und Enten Mitbewohner dieses Campingplatzes.Und natürlich wurden alle Viecher wieder von uns geknuddelt und die Gänse zumindest mitgefüttert.
Und tagsüber gabs noch ein paar nette Käfer,die sich auf dem Restaurantboden einfach auf den Rücken legten und totstellten...sie warteten,bis es Abend wurde,um zu neuem Leben zu erwachen.

Die Sonnen-Untergänge sind in Körmen bombastisch.
Davon konnten wir uns beim improvisierten Abendessen im Restaurant selber überzeugen.

Koermen

Ahmet Bey hat für uns per Telefon die Abfahrtszeiten und den Preis der Fähre herausbekommen.
Die Fähre wäre morgens um 10 Uhr gegangen, aber der Preis war dermaßen unverschämt, dass wir und doch wieder zähneknirschend für unsere Schotterpiste als Rückweg entschieden.

In den netten Gesprächen mit Ahmet Bey und seiner Familie wurden wir dann eingeladen,doch noch einen kompletten Tag Aufenthalt dranzuhängen,damit Onur,dem Sohn der Gastgeber,uns etwas von der Gegend zeigen konnte.

Am nächsten Morgen sind wir also mit Onur in einem Lada Jeep in die Berge von Körmen gefahren....dort wuchsen allerlei Kräuter und auch eine Teesorte,die es nur dort gibt. Leider habe ich Schnarchnase den Namen von dem Tee vergessen,aber ein bischen davon habe ich heute noch in meiner Küche.
Nach der Pflückerei sind wir dann nach Datca reingefahren, da Onur noch keinen Führerschein hat,musste ich diese Fahrt übernehmen.

Datca ist ein kleines überschaubares Örtchen,das auch schon sehr auf Tourismus eingestellt ist. Naja egal,dort habe ich endlich Badeschuhe für mich gefunden...in dezentem Rot,damit mich die Haie unter Wasser besser finden,die anderen Farben gabs in meiner Größe leider nicht.
Nach einem kleinem Imbiss in einem Straßenrestaurant machten wir uns auf den Weg nach Knidos,dem südwestlichsten Punkt der Türkei.

Vorher gabs aber noch einen kurzen Bade-Aufenthalt in Mesudiye, einer kleinen schnuckeligen Bucht, in der einige schöne kleine Charter-Jachten lagen.
Mir war das Wasser zu kalt, aber meine Männer stürzten sich todesmutig ins Meer.
Deniz hat dort ein tolles Schneckenhaus gefunden,das jetzt bei ihm auf der Fensterbank liegt.

Mesudiye

Dann gings aber endgültig auf einer Schotterpiste am Meer entlang nach Knidos.
Leider waren wir schon so spät dran, dass uns die Pförtner nicht mehr einlassen wollten...war uns aber egal. 
Am Pförtnerhaus krabbelte in den antiken Felsbrocken ein ganzer Wurf Welpen rum.
Wir haben dann lieber die Hundebabys geknuddelt. Die Pförtner wollten uns darauf hin die Welpen schenken, aber da wir ja noch lange nicht am Ende unserer Reise waren, mussten wir leider dankend ablehnen.

Knidos

Ganz k.o. haben wir dann abends an unserem Womo gesessen und in den weiten Sternenhimmel geschaut.
Wir hatten Glück,ein Sternschnuppen-Regen ging grade nieder und uns gingen die Wünsche aus.

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen und wir machten uns auf den Weg Richtung Bodrum.

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