Pamukkale
Kurz
vor der Abfahrt haben wir uns breitschlagen lassen,unseren Neffen Ayhan
mit auf unsere Ägäis-Tour zu nehmen.
Mittags
sind wir von Izmir losgefahren, Richtung Denizli, denn knapp 14 Kilometer
von diesem Ort entfernt ist Pammukkale.
Die
Tour war angenehm zu fahren, allerdings fuhren wir in ein ziemlich kräftiges
Gewitter hinein,so dass die Strasse regelrecht unter Wasser stand.
Am
Ziel angekommen, fährt man als Womo-Besitzer am Besten durch das Dorf
unterhalb der Kalk-Terassen hindurch...es ist absolut nicht nötig,sich
von den Schleppern,die einen überall heranwinken wollen,ins Bockshorn
jagen zu lassen. Man muss nicht auf einen Campingplatz!
Direkt
unterhalb der Terassen ist eine riesengroße Rasenfläche,wo man
unbesorgt stehen kann, da gibts sogar eine saubere Toilette, in die wir
dann auch erstmal unser Wc entsorgt haben...die Polizei patroulliert die
ganze Nacht an der Straße.
Wir
haben uns dort zu einer Gruppe von 3 französischen Wohnmobilen gestellt.
Abends
kann man auch ohne zu bezahlen zu den schön ausgeleuchteten Kalk-Terassen
hochkraxeln..da kontrolliert eh keiner mehr.
Als
Abendbrot gabs heute mal ganz schlicht und einfach Miracoli, Deniz und
Ayhan waren hellauf begeistert.
Murat
ist dann im Dunkeln mit Ayhan noch ins Dorf gegangen und hat sich dort
die Haare schneiden lassen.
Naja...so
ganz ohne männlichen Schutz war ich dann schon ein bischen unruhig.
Morgens
haben wir dem alten Mann,der sich um den Platz kümmert,einen kleinen
Obulus zugesteckt.
Direkt
nach dem Frühstück sind wir dann losgefahren,den Berg hoch zum
Haupteingang.
Bis
man beim Besucher-Parkplatz ankommt,fährt man an den Ruinen von Hierapolis
vorbei.Die Aussicht ind Tal ist einfach bombastisch
Morgens
war es zum Glück noch nicht sooooo voll...die meisten Touri-Busse
kamen erst,als wir schon auf dem Rückweg waren.
Die
Terassen darf man nur barfuss betreten..also alte Latschen anziehen, damits
einem nicht so wehtut,wenn man seine Schuhe in dem Chaos nicht mehr finden
sollte.
Leider
sind die richtig schönen Terassen für die Besucher abgesperrt,
man muss mit ein paar kleineren Becken vorlieb nehmen.
Das
Wasser ist angenehm warm...Deniz war ganz entzückt von den vielen
kleinen Kaulquappen,die in dem milchigen Wasser herumschwammen...er war
voll und ganz damit beschäftigt,die kleinen Viecher mit der Hand zu
fangen.
Gegen
Mittag wurde es recht heiß auf dem Plateau...wer möchte,kann
sich in dem Thermalbad abkühlen...in dem Becken liegen sogar noch
alte Säulenteile.Allerdings muss man für das Bad nochmal Eintritt
zahlen.
Im
Dorf haben wir sehr lecker zu Mittag gegessen,das Fleisch wurde direkt
hinter uns in einem verglasten Raum gegrillt, netter Service,die aktuelle
Tarkan-Musik im Hintergrund und eine moderate Rechnung...das kann man sich
wirklich gefallen lassen.
Allerdings
hatte das Dörfchen ausser kleiner Souvenir-Lädchen mit dem üblichen
Kitsch und jeder Menge Restaurants nix zu bieten..also sind wir Richtung
Antalya aufgebrochen.
Wieder
gings durch die Berge.
Auf
der Strecke haben wir dann einen Unfall gesehen.Ein Lkw ist wohl ins Schleudern
gekommen und hat mit dem Anhänger einen Reisebus erwischt...die Frontscheibe
des Busses war total zersplittert.Menschen sind zum Glück wohl nicht
ernsthaft zu Schaden gekommen.
Danach
sind wir noch vorsichtiger gefahren...immer mit einigem Respekt vor den
heranpreschenden Bussen und Dolmus...der Blick in den Seitenspiegel ist
ausserordentlich wichtig :-)
Auf
der Strecke kamen uns LKW´s entgegen,die absolut überladen waren...aber
sie hatten leckere Fracht...frische Tomaten,die uns zeigten,dass wir auf
dem Weg in warme,sonnige Gefilde waren.
Ob
diese Tomaten wohl ein paar Tage später in einem unserer Supermärkte
hier in Deutschland gelegen haben???
Kurzentschlossen
haben wir dann jedoch unsere Reisepläne umgeschmissen, weil wir doch
ein bischen Sorge hatten,dass wir ein bischen in Zeitdruck geraten,wenn
wir nach Antalya runterfahren.
Also
sind wir einfach Richtung Fethiye abgebogen...wir wollten immer schonmal
nach Ölüdeniz.
Olüdeniz
ist im Ortskern von Fethiye nicht sonderlich gut ausgeschildert,da kann
man sich schnell verfahren..besonders im Dunkeln.
Die
Hotels und Pensionen sind alle am Berg...da ist man bei den Campingplätzen
echt im Vorteil...sie liegen direkt an der Lagune.
Wir
suchten verzweifelt den Campingplatz Bambus,der im ADAC-Reiseführer
empfohlen wird. Leider hat dort der Besitzer gewechselt.
Da
die Plätze alle hintereinanderliegen,kann man gut die Preise vergleichen.Wir
haben mit 9 Mio. den günstigsten genommen.
Schnell
noch im Dunkeln einen Stellplatz suchen und dann ab ins Bett.
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